WordPress langsam? Das kannst du tun

WordPress ist ein mächtiges Content-Management-System, das besonders für kleine und mittelständische Unternehmen wahnsinnig wertvoll ist. Was früher noch eine reine Blog-Plattform war, ist heute weitaus mehr und mit tausenden von Themes und Plugins nahezu genau so anpassbar wie eine Eigenentwicklung.

🤔 Warum wird mein WordPress langsam?

Anders als bei klassischen Baukästen hat der Entwickler einer WordPress-Webseite die Performance und Serverauslastung zu weiten Teilen selbst in der Hand. Er bestimmt, welche Plugins (Zusatzsoftware) installiert werden, welches Theme (Design) verwendet wird und wie viele und welche Medien hochgeladen werden.

All diese Dinge sorgen dafür, dass der Webserver, auf dem WordPress und die dazugehörige Datenbank betrieben wird, mehr arbeiten müssen. Dadurch steigt die Serverauslastung und die Webseite wird langsamer.

📉 Langsame Webseiten verschlechtern die Auffindbarkeit

Suchmaschinen hassen langsame Webseiten. Sie wollen den Menschen, die nach Produkten und Dienstleistungen suchen, keine Webseiten anzeigen, die 10 Sekunden zum Laden brauchen. Daher rutschen langsame Webseiten in den Suchergebnissen nach unten. Die Geschwindigkeit einer Webseite ist einer der ausschlaggebendsten Kriterien für eine gute SEO-Wertung und damit eine gute Platzierung in den Suchergebnissen.

✅ Das kannst du tun, um deine WordPress-Webseite schneller zu machen

Es gibt einige trivialere und einige technischere Möglichkeiten, deine WordPress-Webseite schneller zu machen. Wir haben sie dir im Folgenden nach „Leicht“, „Mittel“ und „Schwer“ geordnet.

Medien optimieren und effizientes Dateiformat nutzen (leicht)

Bilder und Videos, die auf deiner Webseite gespeichert sind, belasten den Webserver und nehmen Speicherplatz in Anspruch. Außerdem verringern sie die Ladezeit direkt, da Bilder beim Öffnen der Webseite heruntergeladen werden müssen.

Du kannst Bilder und Videos vor dem Upload komprimieren, um die Dateigröße zu verringern. Viele Anbieter bieten kostenlose Medienkomprimierung online an – teilweise ohne oder nur mit geringfügigem Qualitätsverlust.

Auch speziell für das Web entwickelte Dateiformate wie .webp tragen zur Geschwindigkeit deiner Webseite bei, da sie Bilder schneller laden lassen und weniger Serverkapazität blockieren.

Themes und Plugins aktuell halten und gegebenenfalls entfernen (leicht)

Gerade zu Beginn werden häufig viele Plugins und Themes getestet, bis das Richtige gefunden ist. Oft werden nicht mehr benötigte Themes und Plugins jedoch einfach deaktiviert anstatt gelöscht. Auch deaktivierte Themes und Plugins lasten den Server aus und verlangsamen deine Webseite – noch mehr sogar, wenn sie aktiv bleiben.

Lösche und Entferne also Themes und Plugins, die du nicht mehr benötigst, anstatt sie einfach nur zu deaktivieren.

Noch benötige Themes und Plugins jedoch sollten regelmäßig überprüft werden – es kann sein, dass Updates notwendig sind. Wenn diese nicht installiert werden, kann es ebenfalls zu längeren Wartezeiten oder sogar zu Fehlermeldungen und Störungen kommen.

Du kannst Plugins und Themes gleich gemeinsam mit der WordPress Version aktualisieren, indem du den Punkt „Aktualisierungen“ im Adminmenü verwendest.

Cache und Lazy-Load aktivieren (mittel)

Ein Cache ist ein Zwischenspeicher, in den deine Webseite beim Besuchen geladen wird. Sie wird also nicht mehr jedes mal vom Webserver heruntergeladen, sondern aus dem deutlich effizienteren Cache.

Ein Cache kann mithilfe von Plugins hinzugefügt werden. Es gibt vielerlei Plugins, die gleichzeitig auch mit einer Reihe anderer nützlicher Funktionen wie Bildoptimierung daherkommen.

⚠️ Achtung: bei der Verwendung von Caches ist Vorsicht geboten. Nach Änderungen, die über das Anpassen von Texten hinaus gehen (zum Beispiel individuelles CSS oder JavaScript), muss der Cache geleert werden, damit die Änderung wirksam wird.

Lazy-Load ist das Gegenteil eines Caches. Es sorgt dafür, dass Bilder und andere Medien erst dann geladen werden, wenn sie in den Sichtbereich des Benutzers fallen (wenn sie auf dem Bildschirm erscheinen). Damit verringert sich die initiale Ladezeit der Webseite, jedoch könnte es sein, dass Bilder sich nur langsam Stück für Stück aufbauen.

Auch für Lazy-Load gibt es nützliche Plugins, die teilweise auch gleich einen Cache für den vorherigen Tipp beinhalten.

PHP-Version aktuell halten und gegebenenfalls ändern (mittel, Webserverzugang vorausgesetzt)

WordPress basiert auf PHP. PHP ist eine serverseitige Programmiersprache die für die Entwicklung von leistungsstarken Webseiten und Web-Anwendungen eingesetzt wird und auf C basiert.

Je nach Anbieter wird die PHP-Version automatisch eingestellt und es wird stets die aktuellste bzw. die vom Herausgeber als am Stabilsten angegebene Version (Stable) verwendet. Manchmal ist das jedoch nicht die schnellste Version.

Wenn du Zugriff auf den Webserver oder zumindest die PHP-Einstellungen hast, kannst du diese ändern und testen, ob die Änderung Einfluss auf die Geschwindigkeit hat.

⚠️ Achtung: auch, wenn das in der Regel nicht erforderlich ist, da die PHP-Versionsänderung keine Dateien verändert, solltest du vorher ein Backup des Webverzeichnisses machen.

Den Webhoster wechseln (schwer, wenn du es selbst machst)

Wenn du mit der Serverleistung deines aktuellen Webhosters nicht mehr zufrieden bist, kannst du den Hoster wechseln und deine Webseite mitnehmen.

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Trenne Datenbank und Webserver (schwer, Fachkenntnis erforderlich)

Der effektivste Weg einer WordPress-Installation mit möglichst wenig Server-Auslastung ist die Trennung von Datenbank und Webserver. Häufig werden diese auf dem gleichen Server bzw. der gleichen virtuellen Maschine betrieben.

Durch den zeitgleichen Betrieb von Webserver und Datenbank kommt es zur Doppelbelastung für den Server. Er muss sowohl Datenbankzugriffe als auch Dateioperationen handeln.

Du könntest erwägen, die Datenbank auf einen völlig eigenen Server umzuziehen und das Dateiverzeichnis auf einem anderen Server auszulagern. Du musst hierbei auf einige Dinge achten, die dringend mit einem Experten besprochen werden sollten:

  • Die Kommunikation zwischen Datenbank und Webserver muss sicher sein
  • Beide Server benötigen eine stabile Internetverbindung
  • Beide Server müssen laufend aktualisiert und auf dem neuesten Stand gehalten werden – hierzu zählt auch der MariaDB- bzw. MySQL-Treiber für die Kommunikation zwischen Datenbank und Webserver
  • Nur der Webserver sollte auf die Datenbank zugreifen können – alle anderen Verbindungen sollten blockiert werden, um Angriffe zu verhindern
  • Die Ports müssen korrekt freigegeben und mithilfe einer Firewall geschützt werden

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Wir wissen, wie kompliziert es sein kann, eine WordPress-Webseite schnell und aktuell zu halten. Besonders die serverseitigen Anpassungen überfordern viele und können bei falscher Durchführung schwerwiegende Folgen haben – Stichwort Totalausfall und Datenverlust.

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